Seelsorge - tragen Sie sorge zu Ihrer Seele

In diesem Wort sind die Aussagen, sich um die Seele sorgen, der Seele sorge tragen, ebenso enthalten wie die Aufforderung etwas für die Seele zu tun.

Doch dies ist oft leichter gesagt als getan.Darum ist es so wertvoll, dass es Menschen gibt, die im Wort Seelsorge den Auftrag sehen, sich um die Seele anderer zu sorgen.

Wir laden Sie ein, sich nicht länger zu sorgen, sondern etwas für Ihre Seele zu tun.

 

Gerne nehmen wir uns Zeit für ein Gespräch. Severino und Elsbeth Ratti mit Team.

 

Tun Sie sich etwas Gutes und rufen Sie an.    034 422 21 36   oder melden sich hier

 

Wiude Trieb

Ich liebe Rosen, doch von der Pflege verstehe ich nichts. Dieses Bäumchen hat mich angelacht. Ob wohl dieses Altrosa überhaupt nicht ‚meine‘ Farbe ist, musste ich es einfach haben. Es wuchs etwas einseitig und da viele Blüten schon verwelkt waren, bekam ich es zu einem günstigen Preis. Im ersten Herbst getraute ich mir nicht die zarten Äste zurück zu schneiden. Nach einem langen kalten Winter packte ich es aus dem schützenden Flies aus und staunte über das bereits spriessenden, feine Blattwerk. Es kam nicht sehr buschig, aber ich erfreute mich an den kleinen, feinen Blüten. Im Herbst fragte ich dann eine Kollegin wie ich es denn schneiden müsse, damit es ihm gut geht und ich mich auch im nächsten Jahr daran erfreuen kann. Bis auf 5 Augen zurückschneiden und im Frühjahr, bevor es spriesst auf 3 Augen. Ui, dachte ich , das ist aber kurz. Da in ihrem Garten aber viele schöne Rosen blühen vertraute ich ihr und schnitt vertrauensvoll zurück. Im Frühjahr war es dann so lange immer wieder kalt, dass ich mein Bäumchen sehr spät vom schützenden Flies befreite. Dann wurde es wieder kalt und eines Morgens, als ich vor die Türe trat, bemerkte ich, dass auf den Blättern ein leichter Reif lag. Ich bangte richtig um mein Bäumchen. Doch ein paar Wochen später entdeckte ich einen neuen Trieb. Ich war so glücklich, dass es meinem Bäumchen gut zu gehen schien. Dann kam es mir aber komisch vor. Das Laub des neuen Triebes war anders als an den anderen Zweigen. Meine Freundin erzählte mir mal, dass man die Triebe die so schnell hoch schossen abschneiden solle. Einer versperrte mir auch schon bald den Weg. Diesen schnitt ich ab, befürchtete aber gleichzeitig, dass der andere, der übervoll mit Knospen war dadurch abstirbt. Aber eines Tages staunte ich nicht schlecht. Mein Bäumchen blühte zweifarbig. Die Blüten am neuen Trieb waren nicht wie die anderen in altrosa, sondern weiss. Was soll das? Das kann doch nicht sein! Ich schicke meiner Kollegin ein Bild. Die Antwort war: Das ist ein wilder Zweig,…den musst du abschneiden. Abschneiden, der blüht doch so schön! Schweren Herzens trete ich mit der Schere zu meinem Bäumchen. Ganz andächtig und mit grösster Sorgfalt schneide ich den langen Trieb ab. „So mein liebes, das musste sein, denn nur ohne diesen Trieb hast du die Kraft deiner Schönheit zu entfalten.“ Der Trieb steht nun in einer Vase in meinem Büro. So darf ich mich daran erfreuen, während ich diese Zeilen schreibe.

 

Ist es nicht oft so in unserem Leben, dass wir eine Fachperson brauchen, um uns auf Dinge an uns aufmerksam zu machen, die uns Kraft und Energie entziehen? Nicht immer weil sie von Grundauf schlecht sind. Aber oft, weil wir sie nicht an den richtigen Platz stellen, oder zu viel Zeit darin investieren. Vieles kommt an uns heran, wo es Wissen braucht, um es als richtig oder falsch erkennen zu können. Manchmal wird uns von Menschen etwas aufgepfropft das wir als schön betrachten und erst von einer Fachperson als falsch, als eine Sünde, entlarvt werden kann.

 

Es ist wichtig, dass wir an uns arbeiten und auch seelsorgerlichen Rat suchen. Wenn uns Gott an einem anderen Menschen etwas zeigt, ist es wichtig zu gehorchen und es diesem Menschen in Liebe aufzuzeigen. So können wir gemeinsam wachsen und gesund gedeihen.  Erika Stettler-Weibel

 

Begib dich in Gottes Thermik

Es sieht so leicht aus wie die Störche durch die Lüfte segeln. Aber weisst Du auch, dass sie nur mit der richtigen Thermik starten können?

Auch wir benötigen in unserem Leben immer wieder die richtige Thermik. Unsere Thermik ist der Heilige Geist. (Thema der Pfingstpredig 12.6.11 von D.Brügger)

 

Es gibt Momente, da sitze ich da und weiss einfach nicht wie es weiter gehen soll. Die Arbeit, die Sorgen, sie scheinen mir wie ein riesiger Berg, der zu einer unüberwindbaren Grösse heranwächst.Von überall her höre ich Vorschläge, Tipps. Aber wo ist die Kraft auch nur etwas davon umsetzen zu können? Auf die Frage: "Wie geht es Dir?" gebe ich immer öfter die Antwort "mir geht es gut wenn nur das Drumherum nicht wäre".

Dann durfte ich eine Entdeckung machen.

Wenn ich mich vor meinen Spiegel stelle, mich anschaue und sage "mir geht es gut, danke Herr", dann zaubert das ein Lächeln auf mein Gesicht und ein angenehmes Gefühl breitet sich in mir aus. Mit jedem wiederholen geht es mir tatsächlich besser.

Da hörte ich eine Stimme in mir "ha ha ha, red dir das nur ganz gut ein, dadurch geht es dir nicht besser, ha ha ha"; doch gleich darauf ist es, als ob mein Innerstes erwachte und die Frage steht ganz gross in mir "Herr, was muss ich tun, damit es mir gut geht? Herr, was ganz genau ist meine Aufgabe die nur dazu dient, dass es mir gut geht?"

Heute hat die erste Stimme keine Chance mehr. Ich stehe täglich mehrmals vor dem Spiegel, rufe mir lachend zu "mir geht es gut, danke Herr!". Es gibt Tage, an denen schreibe ich mir sogar auf, was ich denn tun muss, damit es mir gut geht. Da lese ich dann: Zeit nehmen und den 1. Kaffee geniessen, Zeit nehmen fürs Gebet und hören auf Gott, etwas Kleines essen damit ich die Medikamente vertrage und einnehmen kann. (Genau das ist so ein wichtiger Punkt. Ich kann mich entscheiden ob ich jammere weil ich Medikamente brauche, oder ich kann mich darüber erfreuen, dass es welche gibt die mir helfen.) Weiter steht da: Ich darf zur Arbeit fahren, ich darf, ich darf, ich darf, ich darf weil es mir gut tut. Manchmal steht aber auch: Ich muss das noch erledigen, ich muss das und jenes und eines. ABER: Ich muss das damit es mir gut geht. Und genau da liegt dann wieder das Positive. Etwas machen wo ich nicht mag es aber tun muss, wenn ich will, dass es mir gut geht. Heute habe ich gelernt auch einmal Nein zu sagen wenn ich für etwas angefragt werde. Auch durfte ich lernen nicht alles selber machen zu müssen sondern ab zu geben. Abzugeben an Menschen, abzugeben an Gott. "Herr! was soll ich tun, welche Arbeit steht für mich an, welche kann ich delegieren! Herr! mein Tag hat doch nur 24 Stunden! Herr! Hilf mir!"

Sorge dich um deine Seele bedeutet auch, Zeit nehmen um Gott zu hören. Mich an den Fuss des Berges zu setzen mit dem Gebet: "Herr dein Knecht hört".

Begib Dich in Gottes Thermik!

 

Sorget nichts! Sondern in allen Dingen lasset eure Bitten im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden.  Und der Friede Gottes, welcher höher ist denn alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christo Jesu!  Philipper 4, Verse 6+7.

 

Erika Stettler-Weibel

Dezember

Vielen Dank für Ihre Meinung zu dieser Website.